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Herzlich Willkommen

Die Österreichische Exlibris-Gesellschaft (ÖEG) wurde 1903 gegründet und verfolgt bis heute das Ziel, das Exlibris als Kultur-, Kunst- und Sammelgut zu pflegen.

Die ÖEG informiert ihre Mitglieder in den regelmäßig erscheinenden "Mitteilungen" über die Welt des Exlibris und publiziert jedes zweite Jahr ein "Jahrbuch" mit kulturhistorischen Beiträgen zum Bucheignerzeichen, zur Gebrauchsgrafik und der Kleingrafik im Allgemeinen.

Exlibris − was ist das?

Die Bezeichnung „Ex libris“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „aus den Büchern“ oder wird zu Deutsch auch gerne Bucheignerzeichen genannt. Exlibris sind kleine, grafische Blätter, die auf den vorderen inneren Buchdeckel geklebt werden und ein Zeugnis vom Besitzer des Buches geben ... lesen Sie mehr

Aktuelles

11.02.2021

Liebe Freundinnen und Freunde des Exlibris,
liebe Mitglieder der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft,

Die neue Franz Traunfellner Dokumentation kann ab 2. März 2021 jeweils von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 9.00 bis 17.00 Uhr im Schloss Pöggstall besucht werden.
FFP2 Masken sind im ganzen Schlossareal Pflicht, sollten mehr Personen als zulässig vor Ort sein, müssen einige auf den Arkaden warten, bis wieder jemand die Ausstellungsräume verlässt.
Es kann nicht garantiert werden, dass zu dieser Zeit schon die Gastronomie des Städtchen zugänglich sein wird.
Wir gratulieren Frau Irmgard Linke-Traunfellner, die Tochter von Franz Traunfellner, dass sie unter derzeitigen schwierigen Verhältnissen und in kurzer Zeit die Dokumentation zum Lebenswerk ihres Vaters wieder einrichten konnte.

Ihr/Euer Tillfried Cernajsek,
Vorsitzender der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft (ÖEG)

23.12.2020

Liebe Freundinnen und Freunde des Exlibris,
liebe Mitglieder der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft,

das abgelaufene Jahr wurde von einem fast unüberwindbaren Übel - sprich von der sattsam bekannten Covid-19-Virus-Pandemie - geprägt. Vor allem wurden die sozialen Kontakte untereinander und überregional weitgehend eingeschränkt.
Trotz dieser Schwierigkeiten konnten wir heuer wieder 3 Mitteilungshefte und eine Sonderpublikation zu Stande bringen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die ihren Beitrag zur Durchführung dieser Aufgaben beigetragen haben.
Leider gab es heuer nur einen ÖEG-jourfixe im Café Ministerium, aber immerhin zwei Ausstellungen im Schrift- und Heimatmuseum Bartlhaus in Pettenbach, welche von Heinrich R. Scheffer ausgerichtet wurden.
Sitzungen, nahezu alle Tausch- und Kongressveranstaltungen wurden abgesagt und aufs nächste Jahr verschoben.

Bedauerlich ist es, dass der 38. FISAE-Kongress in London 2021 ersatzlos abgesagt wurde. Ein Minuspunkt für unsere Exlibris-Gemeinde ist auch, dass die Home-Page der FISAE - der internationalen Vereinigung der Exlibris-Gesellschaften - vom Netz verschwunden ist. Die Gründe dafür sind noch nicht restlos geklärt.

Ich danke allen jenen, die mir im Laufe des Jahres, in welcher Sache auch immer, geschrieben haben. Ich hoffe, alle Anfragen und dergleichen zufriedenstellend beantwortet haben. Schauen wir auf ein gesundes neues Jahr und hoffen wir nicht vergeblich, dass die derzeit grassierende Seuche bald ihr Ende findet.

Noch einmal schöne Weihnachtsfeiertage und ein gutes Neues Jahr wünscht,

Ihr/Euer Tillfried Cernajsek,
Vorsitzender der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft (ÖEG)

11.12.2020

Liebe Freundinnen und Freunde des Exlibris,
liebe Mitglieder der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft (ÖEG),

1. der 38. FISAE-Kongress in London ist endgültig abgesagt

Aus dem letzten Heft vom SELC-Express 116 entnahm ich eine Nachricht, über die ich schon lange mutmaßte.
Der 38. FISEA-Kongress hätte ursprünglich in Oxford stattfinden sollen. Es wurde aber 2019 bekannt gegeben, dass der Kongress nach London verlegt werde, wo dieser heuer vom 12. bis 15. August 2020 stattfinden hätte sollen.
Aus bekannten Pandemiegründen wurde der Kongress abgesagt. Eine ursprünglich erwogene Verlegung ins Jahr 2021 wird es nicht geben. Der nächste FISAE-Kongress ist vom 7. bis 14. September 2022 in San Francisco geplant.
James Keenan ist jetzt der designierte FISAE-Präsident.
Die Ergebnisse des Wettbewerbes des 38. FISAE-Kongresses werden online gestellt und es wird keinen gedruckten Katalog geben.
Eine Delegiertenversammlung war online geplant, hat aber nicht stattgefunden.
Nähere Details findet man unter: http://www.bookplatesociety.org/2020homeLondon.htm.
Es ist befremdlich, dass die Mitgliedsgesellschaften und die bereits vorangemeldeten Teilnehmer weder vom Veranstalter Anthony Pincott als derzeitigen acting President der FISAE noch vom FISAE-Generalsekretär Olli Ylonen über diese Vorgänge informiert wurden.

2. die FISAE-Homepage ist verschwunden

Im Zuge dieser Absagen habe ich auch versucht auf der FISAE-Homepage nachzusehen, ob dort schon die Veränderungen bekannt gegeben worden sind. Und siehe da, die FISAE-Homepage ist gar nicht mehr da, sie ist verschwunden!
Daraufhin habe ich unsere Webmasterin Marianne Braun gebeten, sich dem Phänomen der verschwundenen FISAE-Home-Page anzunehmen. Sie teilte mit noch gestern mit: "Ganz offensichtlich ist, dass die Domain www.fisae.org zum Verkauf steht und anscheinend am 19.11.2020 von einem Domainhändler übernommen wurde…. Trotz intensiver Suche habe ich nirgendwo eine Information über den Verbleib oder Bestand der fisae gefunden. Die haben sich spurlos in Luft aufgelöst."
Diese Feststellungen habe ich an die DEG-Geschäftsführerin Frau Polenz und an den Präsidenten der DEG Dr. Henry Tauber weiter geleitet, die sich nun um die Aufklärung des Verbleibs der FISAE-Homepage kümmern werden.
In Prag wurde 2018 in der Delegiertenversammlung des 37. FISAE-Kongresses davon gesprochen, dass die Mitgliedsgesellschaften aufgefordert werden, einen noch zu beschließenden Betrag für die Erhaltung der FISAE-Homepage einzuzahlen. Zu einem Beschluss kam es nicht. Lediglich ging eine Schachtel herum, in welche um Spenden gebeten wurde.
Zur Aufklärung dieser Angelegenheit habe ich heute auch noch dem FISAE-Generalsekretär Olli Ylonen eine Bitte um Aufklärung der Situation geschrieben.

Liebe Freundinnen und Freunde des Exlibris, liebe Mitglieder der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft, das Jahr 2020 stand pandemiebedingt heuer unter keinem guten Stern. Die sozialen Kontakte in jour-fixes, Ausstellungseröffnungen, Tagungen usw. sind beinahe zum Stillstand gekommen. Hoffen wir, dass dieses pandemiebedingte Tal nächstes Jahr mit viel Geduld überwunden sein wird.

Bleiben Sie alle gesund.
Ich wünsche Ihnen allen schöne Weihnachtsfeiertage und ein gesundes, gutes Neues Jahr,
Ihr Tillfried Cernajsek,
Vorsitzender der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft (ÖEG)

Engel mit Posaune

Fritz Cernajsek, "Engel mit Posaune"

30.11.2020

Die Exlibris−Sammlung Scheffer geht als Schenkung an designaustria

Ende November 2020 ist zwischen Heinrich R. Scheffer, dem Altvorsitzenden der Österreichischen Exlibris−Gesellschaft ÖEG), und designaustria ein Schenkungsvertrag unterschrieben worden, in dessen Präambel es heißt: „Beseelt von der Überzeugung, dass das Exlibris mit seiner langen Tradition ein Kulturgut ist und dass eine Sammlung von Exlibris als Einheit für die Zukunft um so mehr pflege- und erhaltenswert ist, haben die Parteien diesen Schenkungsvertrag abgeschlossen.“

designaustria ist heute das Wissenszentrum und die Interessenvertretung der Gebrauchsgrafiker Österreichs, das aus dem 1926 gegründetem Bund Österreichischer Gebrauchsgrafiker (BÖG) hervorgegangen ist. So kann das Exlibris − auch eine Gebrauchsgrafik − bei solch einer Organisation logischer weise gut angesiedelt werden. Eine ganze Reihe von Grafikern und Grafikerinnen des BÖG haben sich auch dem Exlibris gewidmet, so Rudolf Köhl <1896–1966>, Bertold Löffler <1874–1960>, Melly Bachrich <1899–1984> oder Kurt Libesny <1892–1939>, der 1926 Gründungsmitglied und bis 1936 Präsident des BÖG war.
Dass nun die Exlibris−Sammlung Scheffer bei designaustria angeschlossen ist, ist ein Glücksfall!

Von einem kleinen Konvolut an Exlibris, das Scheffer 1975 von seinem Großonkel Rudolf Schön, der in Wien V. Diehlgasse 47 ein „Atelier für Kupferdruck“ betrieb, geerbt hatte, hat sich die Sammlung mit den Jahren von intensiver, auch internationaler Sammeltätigkeit zu einer wohl geordneten und wertvollen Einheit entwickelt.
Die ca. 20.000 Blatt sind in mehr als 200 Folianten untergebracht und spannen einen weiten Bogen an Exlibris und Gelegenheitsgrafiken vom 16. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

„Highlights“ sind Arbeiten von Künstlern und Künstlerinnen der Wiener Werkstätte, zahlreiche Blätter von Alfred Cossmann <1870–1951> samt Schülern, Franz von Bayros <1866–1924>, aber auch Michel Fingesten <1884–1943> oder Willi Geiger <1878–1971> und das fast vollständige Exlibris−Werk von Emil Orlik <1870–1932>. Wichtig bei einer Sammlung ist die begleitende Fachliteratur, und da werden an die 20 lfm eingebracht, mit vollständigen Reihen der Jahrbücher der Österreichischen und Deutschen Exlibris−Gesellschaft.

Physisch wird die Sammlung in einem einzurichtenden Exlibris−Raum im Hof 7 des Wiener MuseumsQuartiers MQ, in Nachbarschaft des DesignForums der designaustria, untergebracht sein. Dies sind gute Voraussetzungen, um die Exlibris−Sammlung Scheffer in Zukunft auch öffentlich zugänglich zu machen. Und dies ist wieder die Voraussetzung, dass diese Sammlung weiter lebt!

HRS hrs