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Herzlich Willkommen

Die Österreichische Exlibris-Gesellschaft (ÖEG) wurde 1903 gegründet und verfolgt bis heute das Ziel, das Exlibris als Kultur-, Kunst- und Sammelgut zu pflegen.

Die ÖEG informiert ihre Mitglieder in den regelmäßig erscheinenden "Mitteilungen" über die Welt des Exlibris und publiziert jedes zweite Jahr ein "Jahrbuch" mit kulturhistorischen Beiträgen zum Bucheignerzeichen, zur Gebrauchsgrafik und der Kleingrafik im Allgemeinen.

Exlibris − was ist das?

Die Bezeichnung "Ex libris" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "aus den Büchern" oder wird zu Deutsch auch gerne Bucheignerzeichen genannt. Exlibris sind kleine, grafische Blätter, die auf den vorderen inneren Buchdeckel geklebt werden und ein Zeugnis vom Besitzer des Buches geben ... lesen Sie mehr

Aktuelles

19.11.2021

GruppenbildNur ein sehr kleiner Kreis nahm am Freitag, 19.11.2021, an der Eröffnung der Heinrich R. Scheffer-Sammlung im designaustria, Wien, teil. Die gesamte Sammlung ist hier sehr schön aufgestellt. Rundherum steht eine hochkarätige Sammlung von Exlibrisliteratur, welche der Sammler Ing. Heinrich Scheffer in vielen Jahrzehnten zusammen getragen hat.

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08.09.2021

Liebe Mitglieder der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft, liebe Exlibrisfreunde in aller Welt.

Die ursprünglich angekündigte Ausstellung zum Exlibriswerk von Hubert Woyty-Wimmer <1901-1972> mußte verschoben werden.
Anstelle dieser Ausstellung wird eine Ausstellung über Exlibris der Freimaurer aus der Sammlung Peter Rath gezeigt werden. Dazu kommen noch freimaurerische Objekte aus der Sammlung Wolfgang Nimmerrichter.

Es ergeht daher die herzliche Einladung zur Eröffnung dieser Ausstellung am 25.09.2021, 14 Uhr im Bartlhaus, Schrift- und Heimatmuseum Pettenbach. Wir erwarten Sie.
Tillfried Cernajsek, Vorsitzender der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft

25.08.2021

Die Franz Traunfellner-Dokumentation in Pöggstall ist in einer Neugestaltung wieder zugänglich!

Schloss Pöggstall (eigentlich Schloss Rogendorf!),
geöffnet von März bis November / Dienstag-Sonntag und Feiertag 09:00-17:00 Uhr.

mehr Informationen finden Sie hier: https://www.poeggstall.at/Ausstellungen/Museum/Franz_Traunfellner_Ausstellung

27.02.2021

JAHRESRÜCKBLICK 2020. WAR ES EIN RÜCKSCHLAG? FINIS EXLIBRIS?

War das Jahr 2020 für unsere Exlibrisgemeinde ein verlorenes Jahr? Andreas Raub versuchte mit einer Tuschzeichnung das das Jahr 2020 beherrschende Thema in seiner CHORONIK 2020 mit einer gewissen deutschen Ironie darzustellen. Wie aus einem Science-Fictionfilm entlehnt, schwebt ein riesiges schwarzes Ungetüm mit vielen Köpfen und Krallen über dem CHORONIK. Eine Kralle zieht eine rote Linie über den Kalender. Um das Buch herum laufen menschliche Gestalten, die ihre Gedanken in Sprechblasen zum Ausdruck bringen. Kommentare und Kritiken kann sich nur ein Künstler leisten. Selbst Donald Trump wird offenbar hier sein letztes gezeichnetes Denkmal gesetzt. Wie wird dieser Angriff aus dem Nichts wohl ausgehen? Im Science-Fictionfilm siegt menschlicher Geist und Mut.
Wird es menschlichen Geist und Mut gelingen, diese unsichtbare und als enorme Größe nur erahnbare Gefahr zu bannen?

Die Covid-19-Pandemie beherrschte und bedrohte unser Alltagsleben. Seit fast einem Jahr ist unser Leben unerwarteten Maßnahmen und Regelungen der Regierungen ausgesetzt gewesen. Berufstätige standen und stehen noch immer plötzlich vor dem Nichts. Eine grausame Tatsache für Kulturschaffende, die plötzlich ohne Einkommen dastanden und noch dastehen. Mit Mühe überbrücken die sicher schwer betroffenen die gegenwärtige Situation mit Unterstützungen der öffentlichen Hand und der Sozialversicherungen.
Schülerinnen und Schülerinnen, Studenten und Studentinnen mussten zu Hause bleiben und sich an das „Distance-learning“ via PC gewöhnen.
Chor- und Orchestervereinigungen, Schauspielgruppen und Theater, Opernhäuser mussten ihre Probenbetriebe und Konzerte einstellen. Empfohlen wurde zu Hause zu bleiben und nur aus dringenden Gründen außer Haus zu gehen. Die Maßnahmen der Regierungen fanden und finden noch immer nur geteilte Aufnahme in der Bevölkerung. Protestbewegungen entstanden und selbst Gerichtshöfe beeilten sich Maßnahmen der Regierungen auf ihre Rechtmäßigkeit zu überprüfen und fallweise auszusetzen.
Anders sehen es jene, die an Covid-19 erkrankten und sich nur schwer von dieser Krankheit erholen können. Bedauerlich sind auch die doch nicht unerheblich hohen Todesraten infolge der Covid-19-Infektionen.

Auch unsere Kreise hat diese lebensbedrohende Infektionskrankheit erreicht. Bitte, übersehen wir das nicht. Einschneidend wurden die sozialen Kontakte unterbunden. Geselligkeit steigert die Lebensfreude. Das Gegenteil ist jetzt der Fall. Das bedeutete für uns Exlibrisfreunde eine Kette von Absagen und Verschiebungen von Sammlertreffen, Tagungen, Ausstellungseröffnungen, Sitzungen u.a.
Trotzdem haben wir Exlibrisfreunde der Krise angepassten Arbeiten ausführen können. Die ÖEG konnte im letzten Jahr nur einen jour-fixe durchführen. Im März 2020 war es noch nicht sicher, wie einschneidend sich die Maßnahmen der Regierungen auswirken werden. Dank der telekommunikativen Einrichtungen ist es uns gelungen doch miteinander Kontakt zu behalten. So konnte unsere Gesellschaft doch drei Mitteilungshefte heraus bringen, ohne untereinander persönlichen Kontakt gehabt zu haben.
Für die Redaktion und das Layout danke ich unserer Schriftführerin Frau Monika Brüggemann-Ledolter sehr herzlich, die zu ihren bisherigen Aufgaben nun auch die Verwaltung der Mitgliederliste und die Zusammenstellung eines Mitgliederverzeichnisses für 2020 übernommen hatte.
Das Mitgliederverzeichnis 2020 haben wir mit dem Heft 3 herausbringen können. Allfällige Reklamationen bitte ich ausschließlich an die Redaktion unserer Mitteilungen zu richten. Die Kontaktdaten sind im Impressum unserer Mitteilungen nachzulesen.

Eine ganz besondere Freude war es auch, dass es uns gelungen ist, eine weitere Sonderpublikation unserer Gesellschaft zu veröffentlichen. Unserem Mitglied Frau Irmgard Linke-Traunfellner gelang es mit Hilfe ihrer Familie und einem Beitrag von Frau Dr. Claudia Karolyi einen schönen bibliophilen Band über das graphische Werk von Franz Traunfellner <1913-1986> mit doch recht zahlreichen Abbildungen zu veröffentlichen. In der Zeit der Herstellung des Bandes hatten wir keinen persönlichen Kontakt miteinander! Wir erledigten alle Vorgänge über Telefon oder E-Mail. Selbst die Verhandlungen mit der Druckerei erfolgten auf dem telekommunikativen Weg.
Leider war es uns bisher nicht möglich, das Werk öffentlich zu präsentieren und wir hielten uns auch von der provisorischen Wiedereröffnung der Franz-Traunfellner-Dokumentation in Pöggstall fern. Vielleicht können wir die Präsentation 2021 noch nachholen.

Unsere Ausstellungstätigkeit können wir nur im Rahmen des Schrift- und Heimatmuseums „Bartlhaus“ in Pettenbach durchführen. Dafür müssen wir sehr dankbar sein, weil im Augenblick nur dieses Museums als Ausstellungsmöglichkeit für Exlibris und Kleingrafik offen steht. Heinrich R. Scheffer stellte eine wunderbare Schau über das graphische Werk von RUDOLF KÖHL <1896-1966> zusammen. Ich selber zeigte einen bescheidenen Teil meiner Pferdeexlibris für die Schau „Das Kulturgut Pferd im Exlibris“. Unsere Ausstellungen wurden von Mitarbeitern der O.Ö.Kulturvermittlung besucht und kritisiert. Es werden mehr Beschriftungen und Kataloge gewünscht.

Es gibt sie noch die „Exlibrisforscher“, die alte und vergriffene Jahrbücher der ÖEG suchen. Sie sind froh und uns dankbar, dass wir diese Dokumente im Rahmen des Wissensnetz Austria-Forum (https://austria-forum.org/) zur Verfügung stellen. Jetzt stehen unsere Jahrbücher 1 bis 14 online zur Verfügung (https://austria-forum.org/web-books/kategorie/kunst-und-kultur/exlibris). Die Vorlagen wurden von Monika Brüggemann und von mir zur Verfügung gestellt. Wir haben auch die Absicht die vergriffenen Sonderveröffentlichungen und die Mitteilungen weitgehend in dieses Wissensnetz zu stellen.
An der dieser Stelle danke ich Herrn Univ.-Prof. Hermann Maurer, von der Techn. Universität Graz für sein großes Entgegenkommen unserer Gesellschaft gegenüber. Unserem Mitglied Dr. Karl. F. Stock, Graz, danke ich für die freundliche Vermittlung der Möglichkeiten, Publikationen der ÖEG in das Wissensnetz Austria-Forum stellen zu können.

Erfreulich war es auch, dass wir mit dem Internationalen Exlibris−Zentrum Mönchengladbach, welches an der Stadtbibliothek Mönchengladbach angesiedelt ist, in Verbindung treten konnten. Über unsere ÖEG-Homepage ist es nun auch möglich im digitalisierten Exlibrisbestand Recherchen durchführen zu können.
Der Grundbestand der Sammlung wurde von Gernot Blum, jahrelanger Präsident der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, als Stiftung überlassen. Dieses Zentrum macht auch Ausstellungen und veröffentlicht kleine Kataloge dazu.

Im vergangenen Jahr gab es auch Rückschläge zu verzeichnen. Klaus Rödel schrieb und schreibt in den dänischen Exlibrispublikationen über den Zustand der internationalen Exlibrisbewegung.
Das Corona-Virus hat seiner Ansicht nach im Großen und Ganzen so gut wie alles zerstört und damit auch zur Einstellung vieler in Europa üblichen Aktivitäten. So gut wie alle Treffen, ob Jahrestreffen oder Hauptversammlungen, Ausstellungen mussten auf 2021 verschoben werden (siehe Exlibris NYT 202/Nr. 3-4).
Der 38. International Exlibriskongress der FISAE, ursprünglich für Cambridge geplant, musste wegen Problemen mit dem College nach London verlegt werden und wurde dann auf das Jahr 2021 verschoben und dennoch endgültig abgesagt.
Eine offizielle Absage seitens des Präsidenten Anthony Pincott und des FISAE-Generalsekretärs Olli Ylönen erfolgten bisher nicht.

Sehr schlimm steht es um die FISAE, die internationale Föderation der Exlibris-Gesellschaften. Ihre Homepage existiert nicht mehr, da offenbar ein „Domain-Broker“ sich der Domaine bemächtigt hatte. Klickt man „FISAE“ an so bekommt man als Antwort: „fisae.org has expired“. Damit ist leider das ohnehin sehr lockere gemeinsame Band der Exlibris-Gesellschaften verschwunden.
Klaus Rödel, Fredrikshavn. Dänemark versucht, eine Besandesaufnahme der FISAE-Mitgliedsgesellschaften zu erheben und informiert uns laufend über seine Recherchen. Erstmals gibt er laufend FISAE-Newsletters heraus.

Die Schließung des Internationalen Exlibris-Centrums in Sint Nilaas, Belgien, ist ein weiteres negatives Zeichen der gegenwärtigen Situation des Exlibris. Fairer Weise muss man sagen, dass hier nicht das Corona-Virus die Schuld trägt, sondern finanzielle Probleme in Sint Niklaas ausschlaggebend waren.
Die belgische Gesellschaft Graphia bemüht sich diese wichtige Institution zu retten.

Im Zuge der Corona-Pandemie wird viel über notwendige Digitalisierung gesprochen und geschrieben und vielleicht auch nur davon geträumt. Die nächsten Opfer der menschlichen Kultur könnten die Abschaffung des Bargeldes und der Briefmarke werden. Die elektronischen Medien haben dazu geführt, dass das Schreiben von Briefen und Karten zu Gunsten des elektronischen Briefverkehrs „E-Mail“ sehr stark zurückgegangen ist. So wird menschliche Kultur zum Opfer der rasanten technischen Abwicklung menschlicher Tätigkeiten. Ich selber schicke noch Weihnachtsgrüße per Post aus und erfreue mich jeder Weihnachts- und Neujahrskarte, die ich erhalte.
Meine Frau und ich hängen die eingegangenen Kartengrüße auf Schnüren mit kleinen Kluppen im Wohnzimmer auf. Das macht uns in der Weihnachtszeit besondere Freude. Aber es kommen auch schon Grüße per E-Mail und nur mehr selten drucke ich sie mir aus und hänge sie auf unserer Schnürln. Schmerzhaft ist auch der Rückgang des Kulturträgers „Briefmarke“ geworden. Gebrauchte, nicht abgelöste Briefmarken sammle ich noch immer für einen sozialen Zweck. Unsere Gäste bewundern durch die Fenster von außen oder besuchen uns im Haus, um unsere „Weihnachtsausstellung“ zu besichtigen.

Abschließend kann ich versichern, dass wir doch unter den schwierigen Umständen, unsere Arbeit für die Österreichische Exlibris-Gesellschaft (ÖEG) erfolgreich fortsetzen konnten. Wir müssen uns nicht fragen „quo vadis exlibris?“
Wir Freunde und Liebhaber des Exlibris, Sammler, Forscher und Künstler bestimmen den Weg. Es gibt für uns keinen Pessimismus. Wir haben das „finis exlibris“ mit vereinten Kräften abwenden können.

Tillfried Cernajsek,
Vorsitzender der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft (ÖEG)

11.02.2021

Liebe Freundinnen und Freunde des Exlibris,
liebe Mitglieder der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft,

Die neue Franz Traunfellner Dokumentation kann ab 2. März 2021 jeweils von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 9.00 bis 17.00 Uhr im Schloss Pöggstall besucht werden.
FFP2 Masken sind im ganzen Schlossareal Pflicht, sollten mehr Personen als zulässig vor Ort sein, müssen einige auf den Arkaden warten, bis wieder jemand die Ausstellungsräume verlässt.
Es kann nicht garantiert werden, dass zu dieser Zeit schon die Gastronomie des Städtchen zugänglich sein wird.
Wir gratulieren Frau Irmgard Linke-Traunfellner, die Tochter von Franz Traunfellner, dass sie unter derzeitigen schwierigen Verhältnissen und in kurzer Zeit die Dokumentation zum Lebenswerk ihres Vaters wieder einrichten konnte.

Ihr/Euer Tillfried Cernajsek,
Vorsitzender der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft (ÖEG)